Rohes Leinöl härtet langsam, dringt tief ein, braucht Geduld und konsequentes Abwischen. Gekochte Varianten, oft mit Trocknern, verkürzen Wartezeiten, können aber den Geruch und Emissionswerte verändern. Ein erfahrener Kollege schwört auf dünne, wiederholte Schichten, poliert mit Leinen, wartet Tage, nicht Stunden. Das Ergebnis zeigt Tiefe, kaum Aufbau, und bleibt trotzdem erstaunlich widerstandsfähig.
Chinesisches Holzöl, bekannt als Tungöl, bildet zähe, wasserresistente Netzwerke und eignet sich für Terrassenmöbel oder stark beanspruchte Flächen. Richtig verarbeitet, in mehreren sehr dünnen Schichten, zeigt es elegante, matte Brillanz. Wer Geduld mitbringt, erhält Schutz ohne dicke Plastikhaut. Ein Bootsbauer erzählte, wie Regenschauer abperlen, während die Maserung lebendig bleibt und nicht ertrinkt.
Seife auf heller Eiche sorgt für weiche, kreidige Zartheit und erstaunlich pflegeleichte Alltagsspuren. Das Geheimnis liegt in Regelmäßigkeit: leichte Nachseifung statt großer Eingriffe. Eine Schreinerin berichtet, dass Kundinnen Kratzer eher akzeptieren, weil sie patinieren statt zerstören. Wer das Licht liebt, begrüßt matte, beruhigte Flächen, die nicht schreien, sondern freundlich antworten, wenn Hände sie täglich besuchen.





